Konzerte
Natürlich proben die Happy Voices nicht nur zum
Spaß. Es geht auch darum, Erlerntes einem Publikum
darzubieten.
Und so treten wir auf den verschiedensten
Veranstaltungen auf. Hier eine kleine Auswahl unserer
bisherigen Konzertteilnahmen.
DIEDENBERGEN - Zum fünften Mal haben
Diedenbergener Bürger ihre Hoftore geöffnet, um
Besuchern Einblicke in lauschige Plätzchen und
liebevoll erhaltende landwirtschaftliche Bausubstanz
zu gewähren. 2010 drohte die vom Kulturverein
Diedenbergen initiierte Veranstaltung „Tag der
offenen Höfe Diedenbergen“ jedoch einzuschlafen.
„Die Organisation für ein solchen Tag bedeutet eine
Unmenge an Arbeit, es fand sich zunächst keiner,
der das leisten konnte“, erläutert Koordinator
Rainer Immensack.
Viel Arbeit, viel Spaß
Kurzerhand erklärte sich der Unternehmensberater
und Sozialpädagoge bereit, die Organisation für den
jetzigen Träger der Veranstaltung, dem
Heimatgeschichtsverein Diedenbergen, zu
übernehmen. „Ich möchte etwas für diesen Ort
tun“, bekräftigt Immensack.
Wenn man den lauschigen Hof von Antje Walbrodt
betritt, taucht man in eine andere Welt ein.
Inmitten des gepflasterten Platzes steht ein
Kastanienbaum, durch den flirrend das Licht fällt.
Vor 20 Jahren zog Walbrodt nach Diedenbergen in
die Philipp-Keim-Straße 1. Um das alte Anwesen mit
Fachwerk und Co. zu bewahren, habe sie viel
Ausdauer und Energie benötigt, immer unter den
Prämissen des Denkmalschutzes. Viele Leute seien
vorbeigekommen, um zu gucken.
„Ich bin selbst immer neugierig, was sich hinter den
hohen Toren verbirgt“, sagt sie verschmitzt. Der
„Tag der offene Höfe“ ist ihr daher ein Anliegen,
denn: „Die Liebe zu alten Höfen und diese zu
erhalten, verbindet uns hier in Diedenbergen.“ Da
Antje Walbrodt auch die Musik liebt, haben bei ihr
zum fünfjährigen Jubiläum der offenen Höfe die
„Happy Voices“, der Popchor des MGV Frohsinn
Diedenbergen, für gute Laune gesorgt.
Happy Voices sind noch begeistert
Auch 22 Mitglieder des Popchors "Happy Voices" aus
Diedenbergen waren zum Deutschen Chorfest nach
Leipzig gefahren. Ihren Auftritt hatten sie open-air
im Musikpavillon des Clara-Zetkin-Parks. Bei kühlen
Temperaturen starteten sie ihren Auftritt beschwingt
mit "Sowieso" vom Mark Foster. Dadurch aufgewärmt
folgte "Make you feel my Love" von Bob Dylan, "You
rise me up" von Rolf Lovland "Rolling in the deep"
von Adele, "All of me" von John Legend und zum
Abschluss von Zaz "Je veux". "Der folgende Applaus
des Publikums belohnte dann für die vielen,
intensiven Chorproben in Diedenbergen", berichten
die Sänger. Gastgeber des Chorfests war Leipzig
Gastgeber, eine Stadt mit langer musikalischer
Geschichte und Tradition. Johann Sebastian Bach
wirkte hier, wie auch Clara und Robert Schuhmann,
Richard Wagner und viele andere. Diesmal trafen
sich rund 350 Chöre zu etwa 500 Konzerten auf mehr
als 20 Bühnen. Für die Happy Voices begann der
Aufenthalt in Leipzig mit einer Stadtführung.
Nahtlos ging es für einige "Happys" zum
hochkarätigen Eröffnungskonzert des Thomanerchors
in der Thomaskirche, mit geistlicher Musik aus sechs
Jahrhunderten. "Die Vielseitigkeit des gesamten
Angebots, das in den nächsten Tagen folgte war
überwältigend", berichten die Hofheimer
Sänger. Chöre und Vokalensembles aller Genres
hätten für jeden Geschmack etwas geboten.
Pop-Chor Happy Voices gibt Geburtstags-Konzert
Der Diedenbergener Popchor Happy Voices feiert
sein 20 jähriges Bestehen. Und zwar mit einem
großen Geburtstags-Konzert. Für Sonntag, 18.
September, lädt der Chor um 16 Uhr in die
evangelische Kirche ein. Begleitet werden
die Happy Voices dort von vier befreundeten
Chören. Aus Diedenbergen sind der MGV Frohsinn
und Viva La Musica dabei. Aus Langenhain kommt
Ton in Ton und aus Wiesbaden Choriander. Der
Eintritt ist frei. In einer Pause werden
Erfrischungsgetränke angeboten. Anschließend
können die Zuhörer nebenan im Gemeindezentrum
zusammen mit Aktiven den Tag ausklingen lassen.
Ein Blick in die Geschichte: Im Oktober 2002 lud der
Vorstand des MGV Frohsinn Diedenbergen zu einem
Kennenlernabend ein. 30 Interessierte fanden sich
zusammen, um mit Chorleiter Jens Meireis ein neues
Projekt zu starten. Beim nächsten Adventskonzert
des Männerchors, im Dezember 2002, konnte der
junge Pop-Chor bereits seine ersten Stücke
präsentieren. Später wurden auch die Auftritte auf
dem deutschen Chorfest zum Bestandteil der
Aktivitäten. So waren die Happy Voices in
Frankfurt, Stuttgart und zuletzt in Leipzig dabei.
Einmal im Jahr geht es zum intensiven Üben für ein
Wochenende ins Trainingscamp, meist als
Vorbereitung auf ein Konzert.Doch auch Wechsel
lassen sich nicht vermeiden: Mal gehen
stimmbegabte Mitglieder andere Wege, ein anderes
Mal sucht ein Dirigent neue Herausforderungen. So
übernahm Frank Eckhardt 2014 die Leitung. "Ein
besonderer Glücksgriff für den gemischten Chor",
wie es in einer Mitteilung des Vereins heißt.
Inzwischen hat der Chor 40 Sängerinnen und Sänger
in fünf verschiedenen Stimmlagen
Bonjour, Guude, Bravo -
Wenn Hofheim und Chinon gemeinsam im Takt schwingen
Gänsehaut, magische Momente und Standing
Ovations. Das passiert, wenn ein französischer Chor
voller Elan nach einer mehrtägigen Reise in Hofheim
eintrifft, dort herzlich von singfreudigen Hessen und
Hessinnen empfangen wird, und man gemeinsam eine
Kirche zum Klingen bringt. Eine Kirche mit einer
klangvollen Akustik und einer Kirchengemeinde, die
auf gewinnende Gastfreundschaft setzt.
Das war von langer Hand geplant und Wirklichkeit
geworden ist es am 31. Mai 2025 in der evangelischen
Johanneskirche. Ein gemeinsames Konzert zu
gestalten, als musikalisches Symbol der Freundschaft
über Grenzen hinweg. Hier sollte Völkerverständigung
in Dur und Moll betrieben werden.
Mit viel Engagement gelang es Sophie Peyron vom
Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften e.V.,
Frank Eckhardt, Chorleiter der Happy Voices, Nathalie
Lechevallier, Dirigentin des Chores Do Diese und
Christine Kettemann, Sprecherin im Vorstand der
Happy Voices, dieses gemeinsame Konzert zu
realisieren. Somit war die musikalische Freundschaft
kein Zufall.
Wie bei Städtepartnerschaftstreffen üblich, wurden
die französischen Gäste privat in Hofheim und
Umgebung in Gastfamilien untergebracht. Eine schöne
Tradition, die viele Gelegenheiten bietet, die Herzen
einander näher zu bringen.
Auf dem musikalischen Weg zu diesem Konzert war
die Begeisterung groß, gemeinsam das zu tun, was
uns am Herzen liegt. Befeuert von Nathalie
Lechevallier, mit ihrer Power und viel Rhythmusgefühl
und Frank Eckhardt mit seiner zielgerichteten
Führung, Konzentration und Gelassenheit. Auch hier
Elemente die eigentlich gegensätzlich sind und sich
doch so hervorragend ergänzten.
Am Samstag nachmittag war es dann soweit. Eine
kurze gemeinsame Probe bestätigte unsere
Erwartungen. Das Zusammenspiel mit Do Diese würde
wunderbar werden.
Zum Auftakt des Konzerts richteten Beate Barth
(Chinonreferentin der Stadt Hofheim) und Ingrid
Bender (Koordinatorin des Förderkreises Hofheimer
Städtepartnerschaften) einige einleitende Worte an
das Publikum. Beide betonten die Bedeutung der
internationalen Zusammenarbeit und stimmten die
erwartungsvollen Gäste auf einen stimmungsvollen
Nachmittag ein.
Und so kam es auch. Der französische Chor ließ
internationales und traditionelles Liedgut aus der
Renaissance wie "Cantigas du Roy Alphonse X Le
Sage", "Amazing Grace" und „Klim op die wa"
erklingen, rhythmisch untermalt von 21 Sängerinnen
und Sängern. Die Hessen präsentierten derweil den
poppigen Part mit " Viva La Vida", "Thank you for the
Musik" und "Halleluja", vierstimmig und mit Inbrunst
intoniert. Klingt nach Stilbruch? Nein, das passte wie
Baguette und Handkäs.
Und dann das große Finale: 50 Menschen auf einer
Bühne, zwei Chöre, eine Sprache: die Musik. "Je Veux"
und der Kanon "Nu Nu Nu" verbanden französisches
Flair mit hessischem Herzblut. Man sah es in den
Gesichtern: Das war nicht nur ein Auftritt, das war ein
Herzensanliegen. Und wie im Kanon aufgefordert:
"Lasst uns freuen und fröhlich sein", wurde dem Folge
geleistet, nicht nur von den Sängerinnen und Sängern.
Das Publikum belohnte die musikalische Leistung mit
begeistertem Dank und Standing Ovations.
Der zwischenzeitliche Wolkenbruch tat dem
schwungvollen Auftritt unter dem Kirchenschiff
keinen Abbruch. Das gemeinsame Abendprogramm
wurde mit tatkräftiger Unterstützung aller Beteiligten
spontan in "trockene Tücher" gebracht. So fand das
deutsch/ französische Picknick nicht im Freien im
Wasserschloss statt, sondern in fröhlicher Runde in
den Räumlichkeiten des Kellereigebäudes.
Am darauffolgenden Sonntagmorgen wurden unsere
Gäste aufs herzlichste auf dem Hofheimer
Chinonplatz verabschiedet. Und der Tenor war klar.
Jetzt seid Ihr dran, und wir singen gemeinsam in
Chinon. Wir freuen uns auf Euch!